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Zentralbibliothek Essen || 20.00 Uhr || Eintritt frei
Mit Prof. Dr. Ursula Renner-Henke, Dr. Patrick Eiden-Offe und einem Gast
Zwei Essener Literaturwissenschaftler/-innen und jeweils ein Gast laden zum Austausch über Leseerfahrungen in die Zentralbibliothek Essen im Gildehof, Hollestraße 3 ein(gegenüber dem Hauptbahnhof). Einmal im Monat wird ein neu erschienenes Buch vorgestellt und - vor allem - gemeinsam diskutiert. Am Ende dieses kommunikativen Spiels mit öffentlicher Urteilsbildung verstehen alle Beteiligten (hoffentlich) ein bisschen besser, warum ihnen ein Buch gefallen oder nicht gefallen hat. Die Texte werden nach dem Kriterium "relativer" Neuheit ausgewählt. Beginn jeweils 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Im WS 2011/12 lautet das Motto: "Vom Leben in der Provinz"
Heute: Gerbrand Bakker: Oben ist es still (suhrkamp taschenbuch, 9.90 €)
Gast: Prof. Dr. Heinz Eickmans (Essen)
Helmer van Wonderen räumt auf. Er verfrachtet seinen bettlägerigen Vater ins Obergeschoß des alten Bauernhauses, entrümpelt das Erdgeschoss, streicht die Wände und schafft neue Möbel an. Das Gemälde mit den schwarzen Schafen, die Fotografien von Mutter und die alte Standuhr kommen nach oben, alle Pflanzen, die blühen können, auf den Misthaufen. Und da Vater ihm nicht den Gefallen tut, einfach zu verschwinden, sich von einem Windstoß hinwegfegen zu lassen oder wenigstens zu sterben, richtet der Sohn sein Leben unten neu ein. Doch die ländliche Ruhe währt nicht lang, denn Helmers Neffe Henk, der pubertierende Sohn seines verstorbenen Zwillingsbruders, soll bei seinem Onkel das Arbeiten lernen …
Zentralbibliothek Essen || 20.00 Uhr || Eintritt frei
Aida Pulake (Istanbul): Violine
Nora Krahl: Violoncello
Senem Zeynep Ercan (Istanbul): Klavier
Türkei, Teil des Orients? Deutschland, Teil der westlichen Welt? Zwei völlig verschiedene Welten und dennoch gibt es in Beiden Musik - junge, neue Musik. Die in Köln und Istanbul lebenden Musikerinnen Aida Pulake, Nora Krahl und Senem Zeynap Ercan spielen Werke deutscher und türkischer Komponisten.
In diesem Austauschprojekt arbeiten die Musikerinnen in Istanbul mit den türkischen Komponisten zusammen und spielen das Programm zunächst am 16. Februar in Istanbul und anschließend in Essen. Das Werk „J’insiste“ von Eray Altinbuken wurde für dieses Projekt komponiert. Beide türkischen Werke (Özdemir und Altinbuken) sind deutsche Erstaufführungen.
Dieses Projekt wird finanziert durch die Kunststiftung NRW und in Deutschland unterstützt durch die Gesellschaft für Neue Musik Ruhr und die Stadtbibliothek Essen
Zentralbibliothek Essen || 20.00 Uhr || Eintritt: 8 Euro / 5 Euro
Von Undinen geht die Sage, dass sie wie Menschenfrauen seien, aber mit anatomischer Besonderheit. Die schöne Studentin, die der betagte Schriftsteller Holterhoff bei sich in Freiburg wohnen lässt, heißt nicht nur Undine, sie erfüllt auch die anderen sagenhaften Voraussetzungen, und zwar als verkappte »SheMale«, als getarnter »LadyBoy«. Zwei Verehrer stellen ihr nach, der eine mit türkischer, der andere mit USA-Herkunft. Als der eine den anderen ermordet, übernimmt die Bundesanwaltschaft den Fall.
Harry Holterhoff, der sehr alte Autor, erzählt das Unerhörte spannend, voller Zweifel und Angst, voller Zuversicht und Sinnlichkeit. Da geht’s um Sexualität, um Integration, um Träume, um klassische Musik, um Fußball, um Stalking, um Terrorismus, um die Medien. Auch um »das erste Mal«, um den Tod, um den Schwarzwald. Um den Planeten. Holterhoff erzählt bis zum letzten Moment seines Lebens eine so erotische wie politische Geschichte, da wechseln Ereignisse aus der Zeit vor dem Mord mit solchen danach, wodurch alles zu einem Ritt über den Bodensee wird und nur der Leser weiß, was sich anbahnt.
Für den alten Autor ist das Wort »Freiburg« ein Programm, er engagiert sich für eine real existierende Arbeiter- und Freiheitsoper aus dem Jahr 1848, er mischt sich ein ins Auf und Ab der südwestdeutschen Politik, er bangt und hofft und begreift die Flucht der Undine nach Freiburg als Freiheitsversuch. Eine politkriminelle Affäre im Jahr 2010 wird zu einem Undine-Roman. Und am Ende leuchtet am Nachthimmel ein neues Signal.
Jürgen Lodemann
1936 in Essen geboren, lebt in Freiburg und Essen, war von 1965 bis 1995 Filmemacher, Kritiker und Moderator bei Fernsehen in Baden-Baden (»Literaturmagazin«, »Café Größenwahn«), erfand dort die noch jetzt als Anti-Bestsellerliste monatlich wirksame »Bücher-Bestenliste des SWR«. Als Autor zahlreicher Filme und sehr verschiedener Bücher bekam er unter anderem den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik, den Literaturpreis Ruhrgebiet und den Literaturpreis der Landeshauptstadt Stuttgart. Er ist Professor des Landes Nordrhein-Westfalen und - Vater der Mutter aller Ruhrgebietskrimis: "Anita Drögemöller", deren signierte und längst vergriffene schwarz-gelbe (!) Diogenes-Ausgabe seit mehr als 20 Jahren in unserer Signierten-Schatzkiste reift.
Zur Homepage: www.juergen-lodemann.de
Eine Veranstaltung der Buchhandlung Proust und der Stadtbibliothek Essen
Zentralbibliothek Essen || 20.00 Uhr || Eintritt: 6 Euro
Die Autorin Lea Fleischmann wanderte 1979 nach Jerusalem aus. In ihrem Buch "Heiliges Essen"“ aus der Reihe "Das Judentum für Nichtjuden verständlich gemacht" erläutert sie die Bedeutung der biblischen Speisegebote und regt zum Nachdenken über das eigene Essverhalten an.
Sie zeigt auf anschauliche Weise, wie man mit dem koscheren Essen im Einklang mit der Schöpfung lebt. Koscheres Essen beachtet unter anderem die Regeln einer Trennkost und geht mit einer Lebenshaltung einher, die der Unersättlichkeit Grenzen setzt.
Mehr zu Lea Fleischmann finden Sie im Internet unter: www.leafleischmann.com
Zentralbibliothek Essen || 20.00 Uhr || Eintritt: 6 Euro
Motto:
Witzig - ironisch - einmalig: Juretzka
Folkmar Windells ohnehin nicht berauschende Karriere als Autor einer Schund-Krimireihe steht vor dem Aus. Seine Verlegerin will keine weiteren Geschichten um den raubeinigen Jack Knife, sondern fordert die Einführung einer weiblichen Hauptfigur.
Windell ist fassungslos. Wie soll ausgerechnet er sich in eine Frau hineinversetzen? Provoziert versucht er es trotzdem. Heraus kommt Pussy Cat - eine Art Jack Knife mit blonden Locken und Chanel-Kostüm. In seiner Not greift Windell zu einem wahrhaft teuflischen Computer-Hilfsprogramm. Kaum hat er es installiert, verschwindet Pussy Cat aus der schwarz-weißen Romanwelt des New York der 1940er Jahre und landet im realen Köln des 21. Jahrhunderts, Windells Heimatstadt…
Jörg Juretzka wurde 1955 in Mülheim an der Ruhr geboren. Der Erfinder der Krimi-Reihe um den mittlerweile zum Kult-Ermittler avancierten Kristof Kryszinski (»schreibt man so, wie man´s spricht«) wurde bereits drei Mal mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet.
Juretzka ist gelernter Zimmermann und baute u. a. Blockhäuser in Kanada. Außerdem ist er erfolgreicher Kinderbuch-Autor.





